Herzragout mit Kaffee, Ingwer & Schokolade

Nachgekocht, die Vierte: (Fast) alles kann von einem Tier gegessen werden; diese verloren gegangene Erkenntnis ist das Motiv von Simon Tress, schwäbischer Koch und Autor des Buchs “Fleisch” in dem auch das “Herzragout mit Kaffee, Ingwer und Schokolade” veröffentlicht wurde.
Herzragout war auch das Essen, das ich mir in meiner Kinderzeit zum Geburtstag gewünscht habe. Beim Lesen des Rezeptes erinnerte ich gleich den einzigartigen, fleischigen Geschmack und die zarte doch feste Konsistenz des Herzens. Und Schokolade, Kaffee und Ingwer harmonieren aufs Köstlichste mit dem kräftigen Kalbsherz. Dazu schmecken am besten – Nudeln und um in der Region zu bleiben – schwäbische breite Bandnudeln.
Alles vom Tier zu essen – “Nose to Tail” – ist die zur Zeit trendige und leckerste Sau, die vom Gourmetbetrieb durchs Dorf getrieben wird. Weiterlesen

Linsen-Curry-Suppe mit Kaviarlinsen und Gemüsen

Ich liebe diese Linsen-Curry-Suppe bei unserem kalten Herbst-Wetter. Die fruchtige, pikant scharfe Jaipur Curry Mischung hat genug Power um einen so richtig schön von Innen aufzuwärmen. Die leichte, cremige Textur der Linsenbrühe umschmeichelt den Gaumen und die knackigen, kräftigen Gemüse sind ein gesunder Kontrast in der Suppe. Und wer glaubt Kaviarlinsen kosteten ein Vermögen, der irrt. Kaviar- oder Belugalinsen sind klein und glänzend schwarz, eben wie Kaviar, haben eine feinen nussigen Geschmack und sind kostbar, aber nicht teuer. Weiterlesen

Bauernhuhn mit Gugelhupf

Nachgekocht, die Dritte. Das Bauernhuhn mit Gugelhupf ist eine Variante des “Frikassee vom Salzwiesenhuhn mit Gugelhupf” von Johannes King aus dem Söl’ring Hof/Sylt.
Ich habe weder ein Salzwiesenhuhn bekommen, also wurde es ein einfaches Bio-Bauerhuhn, noch habe ich mich getraut einen gebratenen, süßen Hefekuchen zum dem deutschen Klassiker “Hühnerfrikasse” zu servieren. Statt dessen gab es einen Kartoffelstampf in Gugelhupfform. Auch ganz lecker, aber so ganz hat es mich nicht überzeugt. Im zweiten Versuch werde ich mutiger sein und mich am Orginal-Rezept versuchen. Weiterlesen

Wespen-Frühstück

Was ich nicht wußte: Im Herbst löst sich der Wespenstaat mit dem Tod der alten Königin auf. Die heimatlos gewordenen Arbeiterinnen suchen einzeln für sich nach Nahrung, bis auch sie beim ersten Kälteeinbruch sterben werden. Jetzt machen sie sich mit Vorliebe über menschliche Nahrung her, wie hier über die Überreste unseres sonntäglichen Frühstücks: Eier mit Schinken – Wespenfrühstück.

Rote Grütze

Rote GrützeRote GrützeEs gibt wieder Beeren und zu Beginn der Saison den norddeutschen Klassiker “Rote Grütze” in einer minimalistischen Variante. Ohne Grütze, also ohne Sago oder Speise­stärke, nur mit Rot: Erdbeeren, rote und schwarze Johannisbeeren, Blau­beeren, Kirschen und Brombeeren.

Dafür kräftigen Süßwein, bspw. Muskatel­ler, mit Sternanis und dem Mark einer Vanilleschote aromatisieren.
Einen Teil der Früchte dazugeben – über­wiegend Erdbeeren, die vorzüglich mit Sternanis harmonieren – pürieren und kurz einmal aufkochen. Den anderen Teil der Früchte in die heiße Sauce geben und einen Tag ziehen lassen. Fertig ist die einfach raffinierte “Rote Grütze”.
Wer mag, kann dazu Vanillesauce oder eine Creme aus saurer Sahne und Mascarpone servieren. Weiterlesen